1. Präambel
Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Nordhorn hat gemeinsam mit dem CVJM Nordhorn ein Konzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt und Missbrauch entwickelt. Uns ist es wichtig, dass dieses Konzept von allen getragen wird und dass sowohl in der Entwicklung als auch in der Überprüfung des Konzepts und unserer Strukturen Beteiligung ermöglicht wird. Insbesondere bei der Entwicklung des Verhaltenskodex wurde die Gemeinde eingeladen, die eigene Erwartung und Haltung einzubringen. Im weiteren Verlauf werden die Gemeindeglieder in die Revision des Schutzkonzepts und regelmäßig auch an der Risiko- und Potenzialanalyse beteiligt.
Offenheit für Kritik, Fehlertoleranz und eine wertschätzende und ehrliche Kommunikation soll unseren Umgang miteinander prägen. So wird der Entstehung missbräuchlicher Machtverhältnissen am Ehesten entgegengewirkt.
Der Kirchenrat
Ev.-ref. Kirchengemeinde Nordhorn
Der Vorstand
CVJM Nordhorn e.V.
Richtlinie der Evangelischen Kirche in Deutschland zum Schutz vor sexualisierter Gewalt, Vom 18. Oktober 2019
1 Aus dem christlichen Menschenbild erwachsen die Verantwortung und der Auftrag, Menschen im Wirkungskreis der evangelischen Kirche, insbesondere Kinder, Jugendliche und hilfe- und unterstützungsbedürftige Menschen sowie Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen (Minderjährige und Volljährige in Abhängigkeitsverhältnissen) vor sexualisierter Gewalt zu schützen und ihre Würde zu bewahren. 2 Dies beinhaltet auch den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. 3 Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), ihre Gliedkirchen und gliedkirchlichen Zusammenschlüsse und das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. sowie die gliedkirchlichen diakonischen Werke setzen sich für einen wirksamen Schutz vor sexualisierter Gewalt ein und wirken auf Aufklärung und Hilfe zur Unterstützung Betroffener hin. 4 Gerade vor dem Hintergrund der sexualisierten Gewalt auch im Bereich der evangelischen Kirche in den zurückliegenden Jahren verpflichtet der kirchliche Auftrag alle in der Kirche Mitwirkenden zu einer Haltung der Achtsamkeit, der Aufmerksamkeit, des Respekts und der Wertschätzung sowie der grenzachtenden Kommunikation durch Wahrung persönlicher Grenzen gegenüber jedem Mitmenschen. |